Trío de ases en la Komische Oper de Berlín
El inconfundible sello de la música de Kurt Weill, el texto de Bertolt Brecht, la excelente dirección actoral y un dominio pleno de la escenografía del director alemán Andreas Homoki que, aunque poco conocido en España, se ha convertido en sólo unos años en uno de los más destacados directores de escena en el mundo de la ópera, pusieron de manifiesto, el por qué la Komische Oper fue votada como "Ópera del año" en el 2007 por la revista Opernwelt. La presencia de Homoki en la Komische Oper como Intendant y sus innovadoras producciones han devuelto el prestigio a la, hasta hace poco, considerada como hermana menor de las tres casas de ópera de la capital alemana.

En la tarde del pasado veintiuno de marzo se repuso en Berlín su versión de "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" una versión cuidada técnica y vocalmente que conquistó, a partes iguales, a público y crítica. La producción de Homoki (estreno en septiembre 2006) no pretende provocar ni encolerizar al espectador con un toque absurdo o surrealista. La claridad expresiva de su puesta en escena está al servicio de los principios del dramaturgo alemán y su teatro didáctico. El espacio escenográfico es simple: un escenario semidesnudo, algunas sillas, un par de escaleras de mano y un gran cubo. El propio Brecht dijo: «Mahagonny es diversión y provocación». Y Andreas Homoki ha demostrado poseer con esta producción un conocimiento preciso de las premisas del teatro brechtiano y de la partitura operística de Kurt Weill.

El indonesio Adrian Prabava realizó una buena labor de equilibrio entre las voces y el foso y, cuidó al máximo las texturas orquestales de la original obra musical de Weill (en la que se combinan citas musicales: el Acorde de Tristán, extraído de Tristán e Isolda de Wagner, que suena al principio de la fundación de la ciudad, la canción del "Wir winden dir den Jungfernkranz" de la ópera de Weber, en la llegada de los cuatro leñadores, las fugas a la manera de Bach; y la música inspirada en las orquestinas de cabaret, pasajes atonales, música sacra, popular, militar, el shanty, la tarantela, el blues, el jazz, y melodías inolvidables como el conocido "Alabama Song" que adaptó y popularizó el grupo The Doors). El extraordinario elenco de cantantes redundó en el éxito de la reposición berlinesa. Christiane Oertel (Leokadja Begbick) causó sensación tanto en sus recursos dramáticos como vocales. Espléndida voz por su redondez, anchura, extensión y brillo tímbrico la del bajo Jens Larsen, un verdadero lujo fue su Sprechgesang (término musical alemán para referirse a la técnica vocal de canción hablada, muy usada en el expresionismo). A destacar también las buenas cualidades actorales y vocales de la soprano suiza Nöemi Nadelman (Jenny) y del tenor holandés Kor-Jan Dusseljee como Jim Mahagonny. En resumen, una versión de primera calidad y una oportunidad para disfrutar de una ópera que pertenece al período de entreguerras. Una ácida sátira social prohibida durante el régimen nazi, recuperada tras la Segunda Guerra Mundial y que aún mantiene su vigencia. Imprescindible para los seguidores del tándem Weill-Brecht.

Lorena Jiménez Alonso, OpusMusica



Alle Jahre wieder. Das macht es aber nicht leichter, eine gute Neunte (gemeint ist die entsprechende Sinfonie von Beethoven) zu gestalten. Gerade mit diesem Stück muss man etwas wollen, um Lohnendes zu erreichen.

Adrian Prabava am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera hatte am Samstag im Kultur- und Kongresszentrum Gera offensichtlich eine Konzeption. Er ist jemand, bei dem sich analytischer Blick und Musikantentum in wirklich gewinnbringender Weise treffen. Und so hörte man die Altenburg-Geraer Musiker ambitioniert wie selten. Die drei vorderen Sätze vor allem brachten ein Klangerlebnis, wie man es bei dem Stück nicht alle Tage hat. Prabava zauberte mit bestens disponierten Musikern - großartige Hornsoli, wohlklingendes Streicherunisono - ein stringentes und vielschichtiges Klangerlebnis.

Diese Neunte ist spannungsgeladen vom ersten bis zum letzten Takt. Es ist vor allem die Arbeit mit dem Orchester an diesem Abend, an der sich von nun an weitere Aufführungen dort messen lassen müssen."

Ostthüringer Zeitung



Adrian Prabavas Interpretation von Beethovens 4.Sinfonie schließlich drohte den kleinen Sendesaal zu sprengen. Prabava, ein charismatisches Energiebündel, bot feurigen Orchesterklang ohne jeglichen Schönheitskratzer und verschmolz förmlich mit den Instrumentalisten."

Hannoversche Allgemeine Zeitung



Das Adagio für Flöte und Orchester hat (Mikis) Theodorakis 1993 für die Opfer des Bosnienkrieges komponiert. Ein spannungsvolles und farbenreiches Stück, das, wie viele der Werke Theodorakis aus dem Melodienreichtum der Folklore Balkans schöpft. Adrian Prabava erwies sich hier, wie auch in allen nachfolgenden Werken als genialer Interpret. Mit den hervorragend eingestimmten Musikern der Kammerphilharmonie gelang es ihm, die innersten Strukturen und Zusammenklänge der Werke transparent zu machen und gleichzeitig mit feiner Dynamik, die wechselnden Stimmungen, spannungsvolle Steigerungen, sentimentale Trauer wie auch hoffnungsvolle Schönheit zu vermitteln.

Volksstimme Magdeburg



In dem für die Operette formspezifischen Element der Reprise dürfte er [Shostakowitsch] eine Eintragung ins Guiness Book der Rekorde verdienen: von Insgesamt 40 Nummern gibt es 22 Wiederholungen! Dass auch dies im Rahmen des Erträglichen, ja Genussvollen blieb, war dem jungen indonesischen Dirigiertalent Adrian Prabava zu verdanken, der als neue 1.Kapellmeister dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera einen schrill-scharfen Schostakowitsch- Gestus zu entlocken wusste, der allein klanglich mehr zu Sprache brachte als das ganze szenische Brimborium auf der Bühne.

Opernglas



Adrian Prabava am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera hat ein Händchen genau für diese Musik und diese Revue - weder das Musikantische noch das hintergründige Spiel mit Motivketten bleiben auf der Strecke. Souverän hat er das überwiegend vielschichtige Geschehen in der Hand und bedient jene Leichtigkeit, die so schwer zu realisieren ist. Diese Musiker hat man aus dem Graben zum großen Teil nicht mehr so gut und sicher gehört: erstaunlich die Entwicklung im Blech. Diese Symbiose ist eine Entdeckung!

Das Orchester



In dieser Szene belegte Prabava noch mal, dass er ein Dirigent con fuoco ist, der sein Orchester gern zu dramatischem Spiel verführt. Das war schon in Beethovens Egmont Ouverture zu erleben, mit der das Konzert eröffnet wurde. Dem Titanen-Image des Komponisten verpflichtet, ließ Prabava die Akkorde mit voller Wucht durch die Aula donnern, die Crescendi sich ungestüm aufbauen. Ohne Frage ein beeindruckender Beethoven.

Lippischen Landeszeitung



Adrian Prabava war noch einmal ganz anders. Obwohl er - wie man bei anschließenden Applaus erleben konnte - ein ungeheures Energiebündel feurigen Temperaments ist, war sein Dirigat [Mendelssohns Ruy Blas Ouverture] von besonderen Ruhe. Da lag Magie in der Luft. Er führte oft nur mit angedeuteten Gesten, mit einer leisen Bewegung des Kopfes, aber man suchte fast mit den Augen die Fäden, an denen er seine Musiker zu halten schien. Da war eine Spannung, da knisterte in der Luft - das Orchester war wie eine Marionette, die wie paralysiert den Anweisungen des Meisters Folge leistete.

Lippe Aktuell



Das Werk [Konzert für Violoncello, Blasorchester und Jazzband von Friedrich Gulda] führt konsequent und gewitzt die Beschränktheit der üblichen Zuordnung zu E- oder U-Musik vor. Traumhaft intonierte Blechbläserphrasen mit treibenden Jazzrhythmen Filmmusikpassagen mit Loungemusik, und die Rennaissancetanzsätze des Menuetts werden im Finale von Blaskappelenmusik abgelöst. Adrian Prabava dirigierte die Musiker der NDR Radiophilharmonie minimalistisch-exakt und ließ seinem Solisten (Oliver Mascarenhas) den Vortritt.

Hannoversche Allgemeine Zeitung



Doch weil das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von Adrian Prabava mit musikantischer Strahlkraft, aber auch mit forscher wie sensibel schwingender Rhythmik den Grundstein für solch mitreißende Deutung voller überschäumender, auch humorvoller Lebensfreude legte, war eine erneute Sternstunde der Geraer Ballettkunst garantiert.

Thüringische Landeszeitung



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