Alle Jahre wieder. Das macht es aber nicht leichter, eine gute Neunte (gemeint ist die entsprechende Sinfonie von Beethoven) zu gestalten. Gerade mit diesem Stück muss man etwas wollen, um Lohnendes zu erreichen.
Adrian Prabava am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera hatte am Samstag im Kultur- und Kongresszentrum Gera offensichtlich eine Konzeption. Er ist jemand, bei dem sich analytischer Blick und Musikantentum in wirklich gewinnbringender Weise treffen. Und so hörte man die Altenburg-Geraer Musiker ambitioniert wie selten. Die drei vorderen Sätze vor allem brachten ein Klangerlebnis, wie man es bei dem Stück nicht alle Tage hat. Prabava zauberte mit bestens disponierten Musikern - großartige Hornsoli, wohlklingendes Streicherunisono - ein stringentes und vielschichtiges Klangerlebnis.
Diese Neunte ist spannungsgeladen vom ersten bis zum letzten Takt. Es ist vor allem die Arbeit mit dem Orchester an diesem Abend, an der sich von nun an weitere Aufführungen dort messen lassen müssen."
Ostthüringer Zeitung
Adrian Prabavas Interpretation von Beethovens 4.Sinfonie schließlich drohte den kleinen Sendesaal zu sprengen. Prabava, ein charismatisches Energiebündel, bot feurigen Orchesterklang ohne jeglichen Schönheitskratzer und verschmolz förmlich mit den Instrumentalisten."
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Das Adagio für Flöte und Orchester hat (Mikis) Theodorakis 1993 für die Opfer des Bosnienkrieges komponiert. Ein spannungsvolles und farbenreiches Stück, das, wie viele der Werke Theodorakis aus dem Melodienreichtum der Folklore Balkans schöpft. Adrian Prabava erwies sich hier, wie auch in allen nachfolgenden Werken als genialer Interpret. Mit den hervorragend eingestimmten Musikern der Kammerphilharmonie gelang es ihm, die innersten Strukturen und Zusammenklänge der Werke transparent zu machen und gleichzeitig mit feiner Dynamik, die wechselnden Stimmungen, spannungsvolle Steigerungen, sentimentale Trauer wie auch hoffnungsvolle Schönheit zu vermitteln.
Volksstimme Magdeburg
In dem für die Operette formspezifischen Element der Reprise dürfte er [Shostakowitsch] eine Eintragung ins Guiness Book der Rekorde verdienen: von Insgesamt 40 Nummern gibt es 22 Wiederholungen!
Dass auch dies im Rahmen des Erträglichen, ja Genussvollen blieb, war dem jungen indonesischen Dirigiertalent Adrian Prabava zu verdanken, der als neue 1.Kapellmeister dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera einen schrill-scharfen Schostakowitsch- Gestus zu entlocken wusste, der allein klanglich mehr zu Sprache brachte als das ganze szenische Brimborium auf der Bühne.
Opernglas
Adrian Prabava am Pult des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera hat ein Händchen genau für diese Musik und diese Revue - weder das Musikantische noch das hintergründige Spiel mit Motivketten bleiben auf der Strecke. Souverän hat er das überwiegend vielschichtige Geschehen in der Hand und bedient jene Leichtigkeit, die so schwer zu realisieren ist. Diese Musiker hat man aus dem Graben zum großen Teil nicht mehr so gut und sicher gehört: erstaunlich die Entwicklung im Blech. Diese Symbiose ist eine Entdeckung!
Das Orchester
In dieser Szene belegte Prabava noch mal, dass er ein Dirigent con fuoco ist, der sein Orchester gern zu dramatischem Spiel verführt. Das war schon in Beethovens Egmont Ouverture zu erleben, mit der das Konzert eröffnet wurde. Dem Titanen-Image des Komponisten verpflichtet, ließ Prabava die Akkorde mit voller Wucht durch die Aula donnern, die Crescendi sich ungestüm aufbauen.
Ohne Frage ein beeindruckender Beethoven.
Lippischen Landeszeitung
Adrian Prabava war noch einmal ganz anders. Obwohl er - wie man bei anschließenden Applaus erleben konnte - ein ungeheures Energiebündel feurigen Temperaments ist, war sein Dirigat [Mendelssohns Ruy Blas Ouverture] von besonderen Ruhe. Da lag Magie in der Luft. Er führte oft nur mit angedeuteten Gesten, mit einer leisen Bewegung des Kopfes, aber man suchte fast mit den Augen die Fäden, an denen er seine Musiker zu halten schien. Da war eine Spannung, da knisterte in der Luft - das Orchester war wie eine Marionette, die wie paralysiert den Anweisungen des Meisters Folge leistete.
Lippe Aktuell
Das Werk [Konzert für Violoncello, Blasorchester und Jazzband von Friedrich Gulda] führt konsequent und gewitzt die Beschränktheit der üblichen Zuordnung zu E- oder U-Musik vor.
Traumhaft intonierte Blechbläserphrasen mit treibenden Jazzrhythmen Filmmusikpassagen mit Loungemusik, und die Rennaissancetanzsätze des Menuetts werden im Finale von Blaskappelenmusik abgelöst.
Adrian Prabava dirigierte die Musiker der NDR Radiophilharmonie minimalistisch-exakt und ließ seinem Solisten (Oliver Mascarenhas) den Vortritt.
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Doch weil das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter der Leitung von
Adrian Prabava mit musikantischer Strahlkraft, aber auch mit forscher wie sensibel schwingender Rhythmik den Grundstein für solch mitreißende Deutung voller überschäumender, auch humorvoller Lebensfreude legte, war eine erneute Sternstunde der Geraer Ballettkunst garantiert.
Thüringische Landeszeitung
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